Geschichte des DHC

Altpräsident Gerald Böse mit Dr. Klaus Grossmann
DHC-Clubhaus um 1950
DHC-Schwimmbad um 2000
DHC-Clubhaus 2014

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Clubanlage
Die Geschichte des DHC begann 1905 als Unterabteilung des damaligen Düsseldorfer-Lawn-Tennis-Clubs. Auf dessen Vereinsgelände standen sieben Plätze zur Verfügung. In den folgenden Jahren wurde außerdem in Oberkassel, auf den Wiesen nahe dem Ausflugslokal Rheinlust und später im Kaiser-Wilhelm-Park (heute Rheinpark) gespielt. Die Vereinsgeschichte wurde jedoch vom Ersten Weltkrieg unterbrochen.

1924 gab es für den DHC einen Neuanfang als eigenständiger Verein im Stadtteil Mörsenbroich. Heute befindet sich die Clubanlage am Seestern und verfügte bis 2012 über einen Kunstrasen- und zwei Naturrasenhockeyplätze, zehn Tennisplätze und eine Hockey- und Tennishalle. Die Erneuerung der Anlage mit neuem Clubhaus, Tennis- und Hockeyhalle sowie insgesamt 2 Kunstrasenplätzen und 6 Tennisplätzen wurde dann im September 2012 begonnen.

Am 14. Mai 2014 würde dann die neue Anlage in einem Festakt den Mitgliedern übergeben.

Begonnen hatte die Pläne für "einen neuen DHC" vor über 15 Jahren, noch unter dem viel zu früh verstorbenen DHC-Vorsitzenden Arnold Graf von der Goltz, der zusammen mit dem Architekten Tom Pink die ersten Ideen für eine komplette Umgestaltung des damaligen DHC-Geländes entwickelte. Sein Nachfolger Gerald Böse, unter dessen Federführung die gelungene Ausrichtung der Deutschen Endrunde auf der DHC-Anlage neue Maßstäbe setzte und die Stadt Düsseldorf weiter von der Notwendigkeit einer repräsentativen Hockeyanlage in Düsseldorf überzeugte, konnte dann den DHC-Mitgliedern die ersten Pläne einer neuen DHC-Anlage skizzieren.

Nachdem ab 2006 die Deutsche Apotheker- und Ärztebank verbindlich ihr Interesse an Teilen des DHC-Geländes anmeldete, konnten die Pläne durch dem Nachfolger von Gerald Böse, Dr. Klaus Grossmann, weiter konkretisiert werden. Da die Stadt Düsseldorf  auch bereit war, großzügig ihren Namen als Sportstadt Düsseldorf unter Beweis zu stellen und den von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in Aussicht gestellten Kaufpreis dem DHC zu einem Großteil für die Neuerrichtung der Clubanlage zur Verfügung zu stellen, konnten konkretere Planungsschritte eingeleitet werden.
   
Es war zunächst eine große Aufgabe, die DHC-Mitglieder von einer vorbehaltlosen Unterstützung des Projekts zu überzeugen. Nachdem wichtige Finanzierungsfragen zusammen mit dem DHC-Steuerberater Joachim Bergers geklärt werden konnten, gelang es dem DHC-Vorstand mit seinem in den letzten acht Jahren unermüdlich damit befassten Vorsitzenden Dr. Klaus Grossmann, unterstützt von seinem Schatzmeister Bernd Gossens, dem 2. Vorsitzenden Robert Kramer und Beisitzer Hermann Heringer in vielen Informationsveranstaltungen und Einzelgesprächen, ein nahezu einstimmiges Meinungsbild im DHC zu zeichnen: „Wir wollen die neue Anlage!“

Im Oktober 2012 wurde dann von altem Clubhaus und alter Clubanlage mit einer ordentlichen Abschiedsparty, die ihrem Namen in jeder Hinsicht gerecht wurde,  Abschied genommen. Kurze Zeit später war das alte DHC-Clubhaus, in dem schon Generationen von DHCern gefeiert hatten, nur noch ein Haufen Steine. Dank eines exzellenten Architektenteams, dreier Baufirmen, die für die Errichtung der verschiedenen  Baulose verantwortlich waren, und unseren bauüberwachenden DHC-Ingenieuren Hermann Heringer und Michael Bergander gelang etwas Außergewöhnliches: Der Neubau einer Hockeyhalle mit angeschlossenem Clubhaus sowie einer 3-Platz-Tennishalle, von sechs Tennisplätzen und zwei Kunstrasenplätzen innerhalb der geplanten 16 Monate und innerhalb des veranschlagten Budgets; eine Leistung, die jeden anderen Bauherren neidisch machen würde.

Das Fest anlässlich der Einweihung der neuen Anlage am 14. Februar war so der Lohn für den großen persönlichen Aufwand der schon genannten DHC-Mitglieder um den 1. Vorsitzenden Dr. Klaus Grossmann, aber auch für die vielen DHC-Mitglieder, die über eine lange Zeit dem DHC auf einer Behelfsanlage die Treue gehalten haben. Nach dem feierlichen Festakt mit viel lokalpolitischer Prominenz, u.a. Oberbürgermeister Dirk Elbers, Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Sportausschussvorsitzende Monika Lehmhaus, sowie dem WHV-Vorsitzenden Dr. Michael Timm und den Vorsitzenden der benachbarten Hockeyclubs durfte die Gastronomiecrew um das Ehepaar Amani die insgesamt ca. 600 Gäste dann zum ersten Mal im neuen DHC-Clubhaus bewirten. Und natürlich keine Frage – das erste Fest im neuen DHC endete traditionsgemäß erst in den frühen Morgenstunden!

Die 1. Vorsitzenden des DHC

Ernst Poensgen
Dr. Kurt Poensgen
Knipper Schwarz
Prof. Dr. Fritz Erbslöh
August Kramen
Hans Hüttenes
Barthel Schauseil
Jost Wrede
Gerd-Michael Rayermann
Arnold Graf von der Goltz
Gerald Böse
Dr. Klaus Grossmann

1905-1937 Bankier Ernst Poensgen (1871-1949)
Ernst Poensgen gehörte zu den Gründern des DHC, des Rochusclubs, der DEG, des Sportvereins 04 (Vereinigte Stahlwerke); zugleich Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender des Düsseldorfer Rudervereins wie unseres DHC, blieb er diesen Vereinen sein Leben lang verbunden. Zunächst mit Georg Plange, später mit seinem Bruder Kurt Poensgen, lenkte er den DHC über 32 Jahre. Gespielt wurde drei Jahrzehnte auf dem  Wiesengelände „an der Rheinlust"in Oberkassel, etwas unterhalb der heutigen Rheinallee.  Ernst Poensgen führte den DHC 1934 nach „Honigheim“ und 1936 ins „Notasyl" ins Rheinstadion. Er initiierte eine schon für seine Zeit mustergültige Jugendarbeit im DHC.

1937-1944 Bankier Dr. Kurt Poensgen (1895 - 1944)
Ernst Poensgen legte den Vorsitz im DHC nieder und wurde Präsident der DEG. Kurt Poensgen, Mitinhaber des Düsseldorfer Bankhauses Poensgen, Marx u. Co. war wie sein Bruder Ernst ein fleißiger Hockeyspieler und Ruderer. Der DHC zog nach Oberkassel auf das Gelände der heutigen Clubanlage. Kurt Poensgen war immer besorgt um die damals neue Anlage in Oberkassel und hielt den DHC bis zu seinem Tode in schwerer Kriegszeit beisammen.

1944-1946 Rechtsanwalt Godfried Schwarz (1907-1995)
Godfried „Knipper" Schwarz, ein guter und begeisterter Hockeyspieler, wurde nach dem Tode von Kurt Poensgen durch seinen Bruder Ernst Poensgen kommissarisch beauftragt, sich um das Häuflein der verbliebenen DHCer zu kümmern.

1946-1948  Mediziner Prof. Dr. med. Fritz Erbslöh (1918 - 1974)
Fritz Erbslöh, ein guter Hockeyspieler, der den Neubeginn nach dem 2. Welt¬krieg mit Energie und Umsicht anpackte. Es wurde der „Franz-Schmitz-Pokal" gestiftet; der DHC steigerte sich von 6 auf 11 Hockey-Mannschaften.

1948-1953 Justitiar August Kramer (1895 - 1953)
August Kramer, Torwart wie zwei seiner späteren Nachfolger, auch Mitglied im Ruderverein, hatte bereits vorher vielfältige Aufgaben im DHC übernommen. Als Korvettenkapitän und Flottillenchef verstand er es, zusammen mit seinem Schatzmeister Hans Hüttenes mit „seemännischer Ruhe" Öl auf auftretende Wogen im DHC zu gießen und dem Club weiteren Auftrieb zu geben. In seine Amtszeit fiel der Ausbau der Tennisplätze; die Mitgliederzahl stieg auf 400.

1953-1958 Rechtsanwalt Godfried Schwarz (1907-1995)
„Knipper“ Schwarz, diesmal zusammen mit Schatzmeister Hans Hüttenes vollgültig in Amt und Würden, verstand es, anfallende Mitgliederveranstaltungen souverän zu leiten und in Rekordzeit abzuwickeln; Spitzenzeit für eine Mitgliederversammlung: 27 Minuten! Die  Entwicklung des Clubs ging weiter; Mitgliederzahl 500.

1958 bis 1970 Fabrikant Hans Hüttenes (1915 - 1972)
 Hans und sein Bruder Kurt (Tutta) Hüttenes als Schatzmeister leiteten den DHC 12 Jahre lang mit Energie und Tatkraft. Beide Brüder, als aktive Hockeyspieler der 1. Herren und in Auswahlteams bewährt, später in den „Mosterts" und den „Reiseherren" weiterhin aktiv für den Club, erwiesen sich nicht nur finanziell als großzügige Förderer des DHC und seiner Belange. Der DHC hat den beiden in der „Aera Hüttenes“ viel zu danken. 1962 entstand der damalige „Hartplatz“ als Ersatz für eine Hockeyhalle. Herren (seit 1963) und Damen (seit 1966) begannen mit der Teilnahme an Meisterschaftsspielen. Der DHC wuchs auf 3 Rasenplätze, 8 Tennisplätze, 1 beleuchteter Hartplatz, 14 Hockeymannschaften, mit rund 550 Mitgliedern.

1970-1975 Kaufm. Direktor Barthel Schauseil (1920 -1975)
Barthel Schauseil, langjähriger Spieler der 1. Herren und ein brillanter Techniker auf dem Rasen, strahlte Harmonie und Fröhlichkeit aus. Immer auf Ausgleich der Strömungen bedacht und seinem Schatzmeister Jost Wrede freundschaftlich verbunden, förderte er den stetig wachsenden Club mit großem persönlichem Einsatz. Die ersten Pläne für eine Halle entstanden. Der DHC wurde 70 Jahre alt und 17 Hockeyteams und 5 Tennismannschaften verlangten ein ständiges Bemühen. Die Mitgliederzahl wuchs über 600. Ein stets gute Nachwuchsarbeit erbrachte unsere ersten Deutschen Meisterschaften im Jugendhockey (WJA, MJA, Mädchen A).

1975-1976 Eberhard Sprunk (1921-1987)
Nach dem Tod von Barthel Schauseil sprang der 2. Vorsitzende Eberhard Sprunk satzungsgemäß als 2. Vorsitzender in die Bresche. Eberhard Sprunk, in vielen Clubämtern erfahren und bewährt, führte den Club bis zu den Neuwahlen 1976.

1976-1986 Kaufmann Jost Wrede (geb. 1934)
Jost Wrede, bereits als Schatzmeister seit 1970 für den DHC tätig, führte zunächst mit Dr. Diether Manger, ab 1983 mit Gerd Bozigursky als Schatzmeister die Geschicke des DHC. Jost Wrede war als guter Tormann prädestiniert, selbst schwere Schüsse abzuwehren und meisterte mit seinen Schatzmeistern bravourös die Aufgaben des wachsenden Großverein DHC mit seinerzeit 780 Mitgliedern, 23 Hockey- und 8 Tennis-Mannschaften. Die neue Hockey-und Tennishalle wurde gebaut, die Tennisanlage modernisiert und auf 10 Freiplätze vergrößert. Weitere Deutsche Jugendmeisterschaften folgten.

1986-1992 Dipl.-Kaufmann Gerd-Michael Rayermann (geb. 1946)
Gerd-Michael Rayermann, durch Eltern, Geschwister und Kinder fest im DHC verwurzelt und als Rechtsaußen bekannt durch seine Torschüsse aus scheinbar unmöglichen Winkeln, übernahm zunächst zusammen mit Joachim Bergers, ab 1990 mit Herbert Mühlenhoff als Schatzmeister, die Führung des DHC. In seine Amtszeit fielen die Planungen des ersten Kunstrasens im DHC, vollendet mit seiner Einweihung 1989. Das Hockeytraining der Leistungsmannschaften konzentrierte sich zwangsläufig für die nächsten über 20 Jahre auf nur einen Trainingsplatz. Die Trainingsarbeit im Hockey wurde allmählich professioneller; der DHC löste sich vom Konzept der ehrenamtlichen Clubtrainer. 1991 wurde das Clubhaus umgebaut und neu gestaltet.
 
1992-2002 Rechtsanwalt Arnold Graf von der Goltz (1939-2002)
Arnold von der Goltz, Torhüter wie sein Vorvorgänger Jost Wrede, entwickelte zusammen mit dem Architekten Tom Pink die ersten Ideen für eine komplette Umgestaltung des damaligen DHC-Geländes. Schatzmeister Herbert Mühlenhoff wurde von Dr. Willy Esser, Bernd Gossens, Joachim Bergers und Wolfgang Francken unterstützt. Die sportlichen Leistungen der 1. Damen- und Herrenmannschaften ließen zunächst viel Luft nach oben. Die Nachwuchsarbeit wurde verstärkt, der DHC gewann mehrere Deutsche Meistertitel im Jugendbereich, durch die Verpflichtung von Trainer Volker Fried wurde ein neues Kapitel im Herrenhockey eröffnet.

2002-2006 Dipl.-Betriebswirt Gerald Böse (geb. 1962)
Gerald Böse, in München geboren, in Mettmann aufgewachsen, und langjähriger Bundesligaspieler des MSC München, seinerzeit Düsseldorfer Messechef bei der Igedo, übernahm nach dem frühen Tod von Arnold von der Goltz zusammen mit Schatzmeister Bernd Gossens die Geschäfte des DHC. Unter seiner Federführung setzte die gelungene Ausrichtung der Deutschen Endrunde 2005 auf der DHC-Anlage neue Maßstäbe; er überzeugte die Stadt Düsseldorf weiter von der Notwendigkeit einer repräsentativen Hockeyanlage in Düsseldorf und konnte dann den DHC-Mitgliedern die ersten Pläne einer neuen Clubanlage vorstellen. Die Leistungssteigerungen im Hockey konsolidierten sich sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich (Deutsche Meister der WJA, MJA und Knaben A) auf hohem Niveau.

seit 2006 bis heute Rechtsanwalt Dr. Klaus Grossmann (geb. 1960)
Der aktuelle 1. Vorsitzende des DHC, seit Kindesbeinen im DHC und treffsicherer Stürmer der 1. Herren, übernahm nach dem beruflich bedingten Rücktritt von Gerald Böse, unterstützt vom erfahrenen Schatzmeister Bernd Gossens, die Geschicke des DHC. Seit nunmehr neun Jahren hat er als Teamplayer zusammen mit Vorstandskollegen, Trainern und Geschäftsstelle sowie vielen helfenden Mitgliedern eine imponierende DHC-Erfolgsgeschichte hingelegt; große sportliche Erfolge auch im Erwachsenenbereich (Deutscher Meister bei den Damen, zweimal Deutscher Vizemeister bei den Herren) und Jugendbereich (Deutsche Meister bei WJA und Knaben A) und als Krönung der Neubau der gesamten DHC-Anlage mit jetzt zwei Kunstrasenhockeyplätze, sechs Tennisplätzen, einer Hockey- und separaten Tennishalle sowie einem schicken und geräumigen, aber auch gemütlichen Clubhaus. 110 Jahre nach seiner Gründung präsentiert sich der Club mit über 40 Hockey-Mannschaften, davon allein 25 Jugendmannchaften, 12 Tennismannschaften, rund 1.700 Mitgliedern und mit mehr als 650 Jugendlichen bundesweit den jugendmitgliedstärksten Vereine. 

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