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26.05.2018 15:05 Alter: 206 days
Kategorie: Club
Von: Heinzen

Wir trauern um Dr. Stephan Schauseil


 

Der Düsseldorfer Hockey Club trauert um Dr. Stephan Schauseil

 

Am 3. Mai 2018 verstarb für uns völlig überraschend Dr. Stephan Schauseil im Alter von nur 62 Jahren. Von seiner schweren Krankheit wusste nur der allerengste Familienkreis. Er hat sie mit großer Würde hingenommen.

Wir sind schockiert und unendlich traurig.

Mit Stephan haben wir einen langjährigen, loyalen und liebenswürdigen Freund verloren. Er war unser vertrauter Ansprechpartner und enger Begleiter in der Vorstandsarbeit. Stephan Schauseil hat sich über Jahrzehnte erfolgreich in verschiedenen Funktionen im DHC-Vorstand eingebracht. Zuletzt übte er seit vielen Jahren die Funktion des Vorsitzenden im DHC-Ältestenrat aus und begleitete so sehr eng die wichtigen Entscheidungen im DHC. Er war die graue Eminenz.  

Daneben erledigte Stephan, ohne dass er groß darüber sprach, still und effizient eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben. So kümmerte er sich als Schirmherr und unermüdlich treibende Kraft der DHC-Fellows seit mehr als 10 Jahren mit hohem persönlichem Einsatz um die Ausbildungs- und Berufseinstiegsbedürfnisse unserer Bundesliga Spieler und Spielerinnen. Selbstlos ermöglichte er zahllosen DHC-Jugendlichen in seiner großen labormedizinischen Praxis und anderswo Praktika, Aushilfs- und Ferienjobs zu machen. Und er gestaltete und organisierte als Webmaster nebenbei die elektronischen Kommunikationskanäle und erledigte die klassische Pressearbeit. Beim Westdeutschen Hockey Verband war er als Anti-Doping Beauftragter tätig.

 

Seine tiefe Verwurzelung mit dem DHC haben wir erleben dürfen, als er mit hingebungsvoller Recherche und großer Beharrlichkeit unsere DHC-Chronik zu unserem 110. Clubjubiläum geschrieben hat; ein wunderbares Buch, das er dem DHC als Vermächtnis hinterlassen hat.

Der DHC verliert mit Stephan eine überaus wichtige Integrationsfigur, einen intelligenten, vielschichtigen wie liebenswürdigen Menschen - und ein immer humorvolles Mitglied. Stephan hat unseren Wertekatalog im DHC wesentlich mitgeprägt. Seine Bescheidenheit war der Maßstab, an dem er andere maß. Sein immer uneitles Handeln war gekennzeichnet durch Besonnenheit, Zuverlässigkeit und Selbstlosigkeit. Er lebte das Motto „machen statt reden“. Der DHC war für ihn „Heimat, Freunde und Familie“.

 

Sportlich prägte Stephan in fast sechzig Jahren Mitgliedschaft die Geschichte des DHC maßgeblich mit. Stephan stammt aus einer hockeybegeisterten Familie. Als (jüngster) Sohn des früheren Präsidenten Dr. Barthel Schauseil begann er sehr früh eine überaus erfolgreiche Karriere als Hockeyspieler. Schon in der Jugend war er dauerhaft Auswahlspieler auf Verbands und Bundesebene und gewann 1973 mit der damaligen A-Jugend die erste Deutsche Meisterschaft für den DHC, übrigens gleichzeitig mit seiner Ehefrau Andrea, die mit ihrer Mannschaft im gleichen Jahr auch Deutscher Meister wurde. Seine Mannschaftskameraden von damals zählten bis heute zu seinen engsten Freunden. Im Jahr 1985 stieg er mit den 1. Herren – auch erstmalig in der Geschichte des DHC - in die 1. Feldbundesliga auf. Stephan war bekannt für sein intelligentes, offensives Mittelfeldspiel und sein großes Ballgefühl, das ihn bis zuletzt auch auf dem Tennisplatz zu einem stets gefürchteten Gegner machte. Bis vor wenigen Jahren wurde er auch noch als aktiver Spieler der „Wildschwein“- Traditionsmannschaft und Mitglied des vereinsübergreifenden „Tripple Talent Teams“ auf dem Hockeyplatz gesehen. Seine große Hockeybegeisterung gab er zusammen mit seiner Frau Andrea, die auch aus einer überaus erfolgreichen Hockeyfamilie stammt, in die nächste Generation weiter. Seine drei hochtalentierten Kinder Annette, Michael und Marcus gewannen mit ihren Jugendmannschaften zahlreiche Deutsche Meister Wimpel für den DHC. 

 

Stephan zeigte immer großes Interesse an der Jugendarbeit im DHC. Viele Jahre war er ehrenamtlicher Trainer und Betreuer von Jugendmannschaften. Höhepunkt seiner Trainer- und Betreuerkarriere war der Deutscher Meister Titel der von ihm trainierten Mannschaft seines Sohnes Marcus im Jahr 2004.

 

Wir trauern mit Stephans lieber Frau Andrea, seinen Kindern, den Familien, Angehörigen und Freunden um den Verlust dieses besonderen Menschen. 

 

Stephan, Du wirst uns allen sehr fehlen.

 

Der Vorstand

Dr. Klaus Grossmann

1. Vorsitzender  

 

 


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